4. Thüringer Bergmannstag in Ronneburg

Am 26.06.2016 fand anlässlich des 4. Thüringer Bergmannstag die große Bergparade in Ronneburg unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten statt.

Der Nordhäuser Bergmannsverein „Sankt Barbara“ e.V. präsentierte sich mit 23 Bergkameraden und -kameradinnen. Wettertechnisch war es genial, fast zu warm, aber was solls.

Nach der offiziellen Eröffnung führte die Parade durch die gesamte Innenstadt von Ronneburg. Das Ziel war die Neue Landschaft, das ehemalige BUGA Gelände.

Die Resonanz durch die Bevölkerung war begeisternd, unter diesen Bedingungen macht das Ganze dann auch Spaß.

Nach ca. 3 km Wegstrecke haben wir das Ziel erreicht und hatten selbstverständlich Durst. Das Bierzelt war riesig, aber das Versorgungskonzept mit Getränken war winzig (oder katastrophal). Nach 30 Minuten harten Kampfes gegen alle Widrigkeiten, hatten wir endlich für jeden ein Getränk. Trotz dieser Misere fanden wir, war es ein gelungenes Fest

800 Jahrfeier Osterode/Neustadt

Am Samstag, den 18.06.2016 feierte die Gemeinde Osterode/Neustadt Ihren 800. Gründungstag. Zu diesem Anlass wurde ein Festumzug organisiert.

Gemeinsam mit der Bergwerks-und Wanderführergruppe Ilfeld/Wiegersdorf e.V, beteiligte sich der Nordhäuser Bergmannsverein „Sankt Barbara“ e.V. mit einer größeren Abordnung an der Veranstaltung.

Mehrtagesfahrt in die Mährische Toscana V

Tag 5

Gegen 9:00 Uhr nach dem Frühstück stiegen wir, mit dem Gefühl eine tolle Woche erlebt zu haben, in den Reisebus nach Nordhausen.

Der Fahrer schlug uns vor, auf dem Rückweg eine andere Route zu fahren. So hatten wir die Möglichkeit Prag aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Von Prag ging es in Richtung Chomutov, dann über das Erzgebirge in Richtung Chemnitz.

Ein Bus ist nun mal kein PKW, so waren wir gezwungen alle zwei Stunden eine Pause zu machen. Da konnten wir wenigstens mal in Ruhe einen Kaffee oder ein Bier trinken. Bockwurst gab es auch, so war alles gut.

Ab Chemnitz sind wir dann über die neue Autobahn in Richtung Leipzig gefahren, von dort aus auf die A 38 nach Nordhausen. Wir hatten das Gefühl, dass diese Strecke kürzer war, als die der Hinfahrt.

Unser besonderer Dank gilt dem Reiseveranstalter Brauer Reisen, als auch dem Fahrer, der hat uns sicher und kompetent gefahren hat.

Mehrtagesfahrt in die Mährische Toscana IV

Tag 4

Der letzte Tag begann mit einem Stadtrundgang in Straznice und in Folge mit der Besichtigung des Freilichtmuseums der Mährischen Slowakei. Unser Reiseführer Petr (der Mann mit dem gelben Schirm) glänzte und verblüffte uns immer wieder mit seinem regionalen und historischen Wissensschatz.

Danach erwartete uns eine längere Busfahrt nach Luhakowice, einem bekannten Kurort. Die dortigen Heilquellen enthalten Mineralstoffe wie Natrium, Kalzium, Magnesium, Chlor, Brom und Jod.

Zu guter Letzt hatten wir noch etwas Stress, denn unser Lothar war verschwunden. Zwei Suchtrupps machten sich auf dem Weg. In einem Kaffee kräftig gestikulierend und Dank seines neuen, speziellen Hutes haben wir ihn wieder gefunden und konnten so komplett zurück nach Straznice ins Hotel fahren.

Mit stimmungsvoller Blasmusik und kühlem Bier endete am Abend unser Besuch in der „Mährischen Toscana“. Unser Reiseleiter wurde mit großem Applaus von uns verabschiedet. Durch ihn haben wir sehr viel über Land und Leute erfahren.

So ist das nun mal, alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei, es war eine sehr kurzweilige, aber auch anstrengende Woche. Alle Beteiligten waren sich einig, nächstes Jahr wird wieder verreist.

Mehrtagesfahrt in die Mährische Toscana III

Tag 3

Heute standen die Kulturlandschaften um die prächtigen Schlösser Lednice und Valtice auf dem Programm. Über Jahrhunderte ist hier ein absolut einzigartiger Park entstanden, mit kostbaren Bäumen, romantischen Bauten und Teichen.

Nachmittags besichtigten wir das Schlosses Mikulov ( Nikolasburg). Sein heutige Aussehen erhielt das Objekt durch einen großzügigen Umbau unter dem Fürsten von Dietrichstein, einem Verfechter der Gegenreformation.

Abends statten wir den Weinkellern der Stadt Petrov einen Besuch ab. Mit Wein, einem deftigen Essen und Geigenmusik ging ein schöner Abend viel zu schnell zu Ende.

Mehrtagesfahrt in die Mährische Toscana II

Tag 2

Gleich zu Beginn des Tages begrüßten wir unserem Bergkameraden Wolfgang Grabarse und gratulierten ihm zu seinem 80. Geburtstag, selbstverständlich mit dem Steigerlied.

Vormittags unternahmen wir eine Fahrt nach Komeritz mit seinen bekannten Parkanlagen. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus in die Nähe der Stadt Blansko bei Brno.

Dort angekommen tourten wir durch die Höhlen des unterirdischen Flusses PUNKVA, eine sehr beeindruckende Karsthöhlenlandschaft. Wir durchwanderten den trockenen Teil der Höhle mit seinen riesigen Stalagmiten und Stalaktiten. Im zweiten Abschnitt ging es in die Tiefe des Höhlensystems zu einer Schifffahrt durch mehrere Wasserdome.

Der Tag endete mit einer Folklorevorführung im Hotel.

Mehrtagesfahrt in die Mährische Toskana I

Tag 1

Am 23.5.2016 starteten wir unsere diesjährige Mehrtagestour in die „Mährische Toscana“ nach Straznice. Die Fahrt wurde von der Firma Brauer nach unseren Vorgaben geplant und organisiert. Die Anreise erfolgte in einem neuen bequemen Reisebus.

Gegen 17:00 Uhr waren wir dann endlich am Ziel und haben als erstes im Hotel Quartier gemacht. Gleich im Anschluss gab es für uns kein halten mehr und wir haben es uns im Restaurant bei einem kühlen Bier gemütlich gemacht.

Nach einer kurzen Verschnaufpause hat uns der Hoteldirektor recht herzlich begrüßt und gleichzeitig stellte sich unser Reiseleiter mit dem Wochenprogramm vor.

Wanderung zum Braunsteinhaus

Am Samstag versammelte sich das Bergvolk des Nordhäuser Bergmannsvereins “ St Barbara“ auf dem Parkplatz der „ Neanderklinik“ in Ilfeld, um gemeinsam zum Braunsteinhaus zu wandern. Die Wanderung verdeutlichte den täglichen Arbeitsweg unserer „Altvorderen“ zu den Bergwerken am Braunsteinhaus.

Als erstes Zwischenziel erreichten die Wanderer den Ahornpark. Es wurde vorgeschlagen, dass sich unser Verein durch eine Neuanpflanzung ein bleibendes Andenken in der Zukunft sichern sollte.

Kurz vor dem Braunsteinhaus ertönte das „Signalhorn“, geblasen von unserem Sprengmeister Peter Pohl, aber nicht als Warnung vor der Sprengung, sondern als Hinweis „Achtung Schnaps in Sicht“. Rührige Vereinsmitglieder hatten unser Wanderziel mit einer Leine mit Tutemännern abgesperrt. Dieses Hindernis wurde aufopferungsvoll überwunden.

Nach Einzug in das Braunsteinhaus wurde gemeinsam das Steigerliedes gesungen, danach servierten uns die Wirtsleute schmackhafte Speisen und Getränke. Wolfgang Grabarse erklärte dem Bergvolk die Geschichte des Bergbaus am Braunsteinhaus.

Am Ende des gemütlichen Zusammenseins begann für die Fußgänger der Heimweg. Nach einstündigem Rückweg bei kaltem Wind konnten sich müde Wanderer im Eiskaffee zu Ilfeld noch einmal aufwärmen, ehe sie die Straßenbahn zurück nach Hause brachte.

Bundesdeligiertenkonferenz in Bochum vom 01.04. – 02.04.2016

Vom 01.04. bis zum 02.04.2016 fand in Bochum die 27. Bundesdeligiertenversammlung des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine e.V. in Bochum statt.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Wahl des Bundesvorstandes. Die Bergkameraden Wilfried Wenzel und Detlef Katzmann vom Nordhäuser Bergmannsverein „Sankt Barbara e.V. vertraten dabei als Delegierte den Thüringer Landesverband.

Als geschäftsführender Vorstand wurden nachfolgende Kameraden gewählt:

Vorsitzender: Bergkamerad Kurt Wardenga

Schatzmeister: Bergkamerad Rolf Klarenbach

Geschäftsführer: Bergkamerad Dietmar Richter

Herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl.

Themenabend:Der Himmelsberg in Woffleben

Am 11.03.2016 fand unser erster Themenabend des Jahres 2016 in der Friedenseiche statt. Als Referent stellte sich unser Bergkamerad Manfred Lischke zur Verfügung.

Im Vortrag wurden die Besonderheiten des Karstgebietes rund um Woffleben anschaulich dargestellt. An Hand von Kartenmaterial und Fotos wurden auch die geologischen Besonderheiten ausführlich erläutert.

Uns Zuhörern war nicht bewusst, wie geschichtsträchtig der Himmelsberg war. Schon im 30. jährigen Krieg konnten sich die Bewohner von Woffleben und Umgebung in die Karsthöhlen flüchten und sich so vor plündernden Horden schützen.

Bergmännisch gesehen waren die im Jahre 1936 beginnenden Vortriebsarbeiten sehr interessant. An Hand von Grubenrissen wurde aufgezeigt, dass Grubenräume in der Dimension von Eisenbahntunneln aufgefahren wurden. Geplant war die Auffahrung von insgesamt 600.000,00 m² Nutzfläche für die Rüstungsindustrie. Das Schlimme an dem System war das menschenverachtende Vorgehen, ein Menschenleben zählte nichts. So etwas ist nicht akzeptabel.

Heute sind die Spuren der Vergangenheit weitgehendst von der Natur zurückgeholt, der Himmelsberg wurde zum Naturschutzgebiet erklärt.