Archiv für Dezember, 2017

Mettenschicht Lange Wand 2017

Die Vorbereitung zur letzten Schicht des Jahres, der Mettenschicht, beginnt bereits am Nachmittag mit dem Verpacken der individuellen Zutaten zur Tscherper Mahlzeit im Rucksack und dem Herrichten des Geleuchtes.

Diesmal hatten sich auch unsere Gäste aus Bleicherode, Clausthal und aus der Schweiz vor dem Mundloch versammelt.In der Dunkelheit strahlten die weiße „Kluft“ der erschienen Personen so, dass ein gutes Foto nicht so recht gelingen wollte, was soll’s wir haben trotzdem eins.

Die Mettenschicht wurde mit dem gemeinsamen Singen des Steigerliedes begonnen. Detlef Katzmann als Vereinsvorsitzender begrüßte die Anwesenden. Mit einer Schweigeminute gedachten wir unserer verstorbenen Kameradin Anni Knab und allen im Berg tödlich verunglückten Kumpeln auf der Welt.

Thomas Klepsch wurde zum „diensthabenden Obersteiger“ berufen und gab dem gemeinen Bergvolk, die allgemeinen Regeln der „Bergtrankordnung“ bekannt. Nach einem ersten Umtrunk, erfolgte die Seilfahrt hinein in den Stollen. Auf festlich geschmückten und mit Kerzenlicht beleuchteten Tafeln und langen Bänken platzierten sich das „Bergvolk“ und wurde aufgefordert enger zusammenzurücken.

Verstöße gegen die Regeln werden mit Bußgeldern belegt. Die beiden Schichtsteiger Pohl und Zaspel hatten beide Hände zu tun, die zahlreichen Sünder abzukassieren und die „Bundeslade“ zu füllen.

Der diensthabende Obersteiger musste mehrmals mit dem Signalhammer und kräftiger Stimme nachdrücklich zur Ruhe und Aufmerksamkeit auffordern. Das „Bergorchester“ brachte mit Bergmärschen und dem „Steiger“-Lied die Mettenschichter in so richtig in Stimmung.

Das Bergbier und gelegentlich auch Schnaps schmeckten hervorragend, die Stimmung war entsprechend gut. Mit dem Gesang des Liedes „ ..Mein Kamerad “erinnerten wir uns gemeinsam mit unseren Gästen aus Bleicherode, dem Oberharz und aus der Schweiz,an die Tugenden der Bergleute.

Nicht mehr ganz nüchtern, endete die Mettenschicht. Die Heimkehr zu unserm „heimischen Flecken“ gelang, nach unserer Kenntnis, allen unbeschadet.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Kameraden bedanken, die die Mettenschicht organisiert, vorbereitet und letztendlich, wie die alten Germanen schon sangen, den Schaden (dem sinne nach: aufgeräumt) beseitigt haben.

Frohe Weihnachten

Liebe Bergkameradinnen und Bergkameraden, liebe Freunde des Nordhäuser Bergmannsvereins „Sankt Barbara“ e.V.

Wir möchten es nicht versäumen, uns bei Euch, für Eure Mitarbeit und Aktivitäten in der Gestaltung des Vereinslebens zu bedanken.

Euch und Euren Familien, wünscht der Vorstand des Nordhäuser Bergmannsverein „Sankt Barbara“ e.V. ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018.

Bleibt gesund und aktiv!

Detlef Katzmann

1.Vorsitzender

Gewandhaus Leipzig am 16.12.2017

Fahrt zum Gewandhaus Leipzig – Bergmannsweihnacht

Am 16.12.2017 führte uns, unser letzter gemeinsamer Ausflug des Jahres 2017 nach Leipzig, ins Gewandhaus, zur traditionellen Bergmannsweihnacht.

Die Veranstaltung gibt es alle zwei Jahre und wird vom Sächsischen Landesverband der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine organisiert.

Das Landesmusikkorps unter Leitung von Jens Brettschneider präsentierte mit dem diesjährigen Programm, einen Querschnitt von bergmännischen Märschen, über traditionelle Weihnachtslieder bis hin zu klassischen Stücken.

Wir waren vom dargebotenen Programm begeistert, die diesjährige Veranstaltung war aus unserer Sicht, die bisher Beste.

Für einen ausgiebigen Besuch des Leipziger Weihnachtsmarktes hatten wir genügend Zeit eingeplant.

Alles in allen, war das nach Meinung der Teilnehmer eine gelungene Veranstaltung für Körper und Geist.

12. Harzer Bergparade

Mit unguten Gefühlen bestiegen wir unseren Bus in Nordhausen, denn der Wetter-dienst hatte erhöhte Kältegrade angekündigt. Aber der Busfahrer brachte uns unbeschadet über das „Harzgebirge“ zum Ort des Bergfestes nach Bad Suderode.

Im Gasthaus zum „Auerhahn“ verbrachten wir bei Kaffee und Kuchen die erste Zeit bis zum Besuch der „Bergandacht“ anlässlich der „Harzer Bergparade“.

Im Freien überraschte uns das Wetter mit Wind und starken Schneefall, in einer Stunde 10cm Neuschnee.

Nach dem Einzug der Pfarrer, des Oberberghauptmanns und der Fahnenträger der beteiligten Knappschaften in die Kirche, entzündeten die Bergknappen die 5 Kerze des tragbaren „Barbara-Altars“. Nach Gesang eines Lied aus dem „Oberharzer Schichtsegen“ und der Predigt erklang das Lied “Nun danket alle Gott“. Mit einem gemeinsamen Gebet, endete der Besuch in der fast überfüllten, recht kühlen Kirche.

Der feuchte Schnee lies uns beim Antreten zur Parade enger zusammenrücken. Die uns führende Bergkapelle hatte unseren Sammelort nicht erreichen können, die waren unterwegs im Schnee stecken geblieben.

Bei heftigen Schneetreiben erreichten wir, gemeinsam das „Steiger Lied“ mehrfach singend (es gab ja keine Kapelle), das Festgelände. Im so verschneiten und mit Fackeln beleuchteten Ambiente folgten wir, diesmal auf dem linken Flügel des Geländes platziert, der Festrede des Bürgermeisters.

Dem winterlichem Wetter entflohen, ergab sich danach in den Räumen des Kurhauses von Suderode die Möglichkeit, sich aufzuwärmen und den Schnee abzuschütteln. Im Saal hatten fleißige Helfer ein gemeinsames „Knätzchen- Essen“ vorbereitet.

Bei heißem Tee oder Glühwein verbesserte sich die Stimmung des “Bergvolkes“. Mit weihnachtlichen Liedern, vorgetragen von einer kleinen Gruppe Suderöder Bergsängern und dem anschließenden gemeinsamen Gesang des „ Steigerliedes“, endete unser Ausflug auf die Nordseite des „Harzgebirges“.

Wir waren froh, wieder in unseren gut geheizten Bus einzusteigen. Auf rutschigen Straßen mit Schneetreiben, vorbei am festlich beleuchteten Friedrichsbrunn, gut unterhalten durch weihnachtliche Rezitationen von Christian, erreichten wir unbeschadet Nordhausen.

Für die Mühen der Ausrichtung der Festlichkeiten dankten wir den Suderöder Bergkameraden. Für das Wetter kann ja keiner!