30 Jahre Landesverband Sachsen-Anhalt

Der Einladung zu einem Treffen der Bergbautraditionsvereine Sachsen-Anhalts,- mit einer Bergparade und Feierstunde,- folgend, hatten sich etliche Mitglieder unseres Vereins bereit erklärt, zu dieser Veranstaltung am 13.Mai 2023 nach Sangerhausen zu fahren.

Nach dem Parken, in der Nähe eines ehemaligen Werksgeländes, führte uns der Weg zum Gasthaus “Herrenkrug“ unterhalb des „Rosariums“ zur Anmeldung an der Veranstaltung.

Während ein Großteil der Teilnehmer des Festes in der Kirche“ Sankt Ullrich“ dem Gottesdienst folgten, formiertem wir uns auf den gekennzeichneten Startplätzen in der Altstadt.

Vor uns hatten sich die Jugendlichen des „Spielmannszug Hettstedts“ eingefunden, um uns mit musikalischen Klängen das Warten auf den Start der Parade um 13°°Uhr zu ermöglichen.

Mit rhythmischen Klängen ging es dann in Formation der angereisten Vereine durch die Straßen von Sangerhausen zu Marktplatz unter dem Rathaus.

Auch wir, als kleine Gruppe, geführt vom Fahnenträger Thomas Klepsch, bemühten uns im Gleichschritt unser Bestes im Festumzug zu geben.

Dort angekommen, waren wir erstaunt über die erfolgreiche Vorbereitung zum Empfang der Gäste.

Mit vielen Ruhebänken und Tischen, aber auch für die Verpflegung mit Speisen und Getränken, sorgten die vielen ehrenamtlichen Vereinsmitglieder für eine gute Stimmung. Nach der Ansprache konnten wir im Gedränge auf dem Festplatz auch die zwei Rosenköniginnen bewundern.

Nach der Einlösung der erhaltenen Speise- und Getränkebons, kam es vereinzelt auch zum Erfahrungsaustausch mit anderen Bergmannsvereinen.

Für gute Stimmung sorgten auch die Klänge verschiedener Musikorchester.

Gut gestimmt verließen wir gegen 15.00 Uhr mit anderen Vereinen den Festplatz.

Nach einem ziemlich langen Rückweg zum Parkplatz, lockten unsere PKWs zur Heimfahrt.

Wir verabschiedeten uns voneinander und erreichten über die eingeengte Autobahn unsere Startplätze in Nordhausen.

Leipzig- Neuseenland

Was für ein nasser Tag für unsere Frühjahrstour!

42 Vereinsmitglieder hatten sich entschlossen an diesem Tag die Stadt Leipzig und die umliegende Seenplatte zu besuchen.

Schon mehrmals war diese Fahrt wegen Corona verschoben worden. Aber jetzt sollte es sein und trotz des Regens, der uns den ganzen Tag begleitete, kann man sagen, es war schön gewesen und wir haben auch einiges gesehen und gehört.

Gegen 8.00 Uhr in der Früh ging es mit BRAUER und Alex, dem Busfahrer, los Richtung Leipzig. Dort angekommen legten wir einen kurzen Stopp beim Völkerschlachtdenkmal ein.

Dann gings weiter ins Zentrum und in der Goethestraße nahe dem Bahnhof und dem Zentrum parkte der Bus. Verteilt ging es entweder zum Bahnhof oder ins Zentrum ins Kaufhaus. Dieses war recht voll, alles dem Wetter geschuldet.

Um 13 Uhr ging es mit dem Bus weiter. Wir holten den Gästeführer Wolfgang ab und dieser erzählte uns als waschechter Sachse knapp drei Stunden was zu den Seen, die entweder als Erholungsgebiete entstanden aus dem Braunkohleabbau heraus oder bei denen auch heute noch Abbau betrieben wird.

Die Busrundfahrt führte uns auch zu verlassenen Dörfern, die abgebaggert werden sollen und zu schönen neu entstandenen.

Wir sahen vom Bus aus z. B. den Störmthaler See, den Hainer See, den Kulkwitzer See und natürlich auch den Markkleeberger See.

Auf diesem folgte dann um 16 Uhr eine einstündige Schiffsrundfahrt ab der Seepromenade. Gedeckt mit Kaffee und Kuchen nahmen wir Platz und der Kapitän erklärte uns viele Sehenswürdigkeiten (z.B. Inseln mitten im See), die man auch nur ganz nah vom Schiff aus erleben kann.

So etwa gegen 17 Uhr gings wieder zum Bus und Richtung Heimat. Ein gemeinsamer Tag mit vielen Eindrücken bleibt in Erinnerung.

Ausflug zum Rabensteiner Stollen

Gegen 11.45 Uhr trafen sich alle interessierten Bergkameradinnen und-kameraden auf dem Vorplatz des Besucherbergwerkes „ Rabensteiner Stollen.“

Zur Einfahrt in den Stollen platzierten sich ein Teil der erschienenen Vereinsmitglieder auf drei Personentransportwagen, um mit der Akku Lok und einem Bergführer die Reise in die unterirdische Welt zu beginnen.

Über Tage fuhren wir über eine große Wendeschleife durch das gut gestaltete Portal des Mundlochs hinein in die Dunkelheit. Nach einiger Zeit erreichten wir das Standbild einer erleuchteten „Barbara“, um weiter durch eine Art unterirdische Wendeschleife zu fahren.

Nun öffnete unser Begleiter die Ausstiegsöffnungen unserer Wagen und verkündete uns, dass nunmehr die Untertage-Wanderung zu den Sehenswürdigkeiten unter Tage beginne. Weiterhin gab er Hinweise zum Sicherheits-Verhalten an der Stollenfirste und auf den Fahrwegen.

An einem hölzernen Förderrollenstuhl konnte man den Verfall durch Pilzbewuchs erkennen. Gleich davor zeigte sich der Streckenstoß mit einem gut übersichtlichen Aufschluss des anstehenden Gebirges und den darin gefundenen Pflanzen-Fossilien. Sehr gut konnte man die drei Flöze Steinkohle erkennen. Dabei erklärte uns unserer Bergführer über geringe Wertigkeit der Steinkohle auf.

Viele weitere Erläuterungen galten den manuellen Gewinnungsmethoden in den vergangenen 300 Jahren Bergbau dieses Stollens.

Beim Durchfahren einer weiteren Strecke konnten wir die Beleuchtungsstärke eines früher brennenden Kienspans erahnen.

Über eine Treppe gelangten wir auf die, auf einer abgesunkenen Scholle gelegene, tiefere Abbausohle. Die vorhandenen Strebe vermittelten uns Eindrücke über die vielfältigen Erschwernisse bei der Gewinnung und beim Abtransport der Steinkohle.

Das taube Gestein musste zur Stützung der Firste in tragfähigen Versatz verbaut werden.

Wie erfolgte die Gewinnung der Kohle in vergangenen Zeiten?

Vielfach händisch mit Keilhaue und Meißel (Schlägel und Eisen), später mittels Sprengung Schaufel und Hunt. Nach der Besichtigung des verschiedenen Streckenausbaus begann die Ausfahrt. Über stark ansteigende Streckenabschnitte und feuchter Fahrsohle, mussten alle Teilnehmer oft den Halt an den dafür eingebrachten, von oben herunterhängenden Seilen suchen.

Nach letzten Anstrengungen waren alle froh, am Ende des Fahrstollens das Licht der Sonne zu erblicken.

Beim Rundgang danach konnten wir nun wieder über Tage eine Vielzahl von E-Loks besichtigen. Viele Hunte und Bergtechnik aus vergangener Zeit erinnerten an die Tage, an denen wir als Bergleute selbst tätig waren.

Der nahegelegenen Gasthof „Netzkater“ bewirteten uns zum Abschluss unserer Exkursion mit köstlichen Speisen und Getränken. Daneben war reichlich Gelegenheit sich über Erlebtes auszutauschen.

In Erinnerung an die bitteren Zeiten der Bergleute vergangenen Zeiten im „Steinkohlenbergwerk Rabenstein“ verabschiedeten wir uns zur Heimfahrt.

Themenabend – Schachtförderanlagen

Unserer Einladung zum ersten Themenabend am 17.2.2023 sind ca. 30 Bergkameradinnen und Bergkameraden gefolgt. Die Veranstaltung fand im Traditionskabinett der SBN GmbH statt.

Logischer Weise ist das Betreiben von Schachtanlagen ohne Förderseile nicht möglich. Die Pflege, die Instandhaltung und die Kontrolle der Fördereinrichtungen und Seilfahrtsanlagen müssen täglich per Gesetz, auf allen Schachtanlagen von sachkundigen Personen durchgeführt werden.

Sollten dabei Mängel festgestellt werden, ist der Rat eines Gutachters zur Behebung, zwingend einzuholen. Neben der Beseitigung von Schäden ist das Instandhaltungspersonal regelmäßig zu belehren und fortzubilden.

Bergverordnungen (BVOS und TAS) sowie weitere gesetzliche Anordnungen(ABAO 120/2 und TGL 39641) und daraus resultierende Anweisungen sind einzuhalten und zu realisieren.

In den von der NBI GmbH organisierten Lehrgängen können Fördermaschinisten und Aufsichtspersonen regelmäßig aus- und weitergebildet werden.

Auf vielen Schachtanlagen Deutschlands ist die NBI GmbH, in der Funktion als Gutachter im Einsatz, so zum Beispiel:

– Bauüberwachung bei der Modernisierung der Doppeltrommelfördermaschine an der Schachtanlage Reiche Zeche in Freiberg

– Bei der Untersuchung zur Nutzungserhöhung der Förderanlage Schacht 1 in Zielitz

– Selbstverständlich werden auch Ausschreibungsunterlagen zum Thema Schachtförderanlagen erstellt.

Neben diesen Aufgaben betreibt die NBI GmbH auch ein in Fachkreisen anerkanntes Baustoffprüfinstitut. Die 13 Beschäftigten bringen ihre Sachkunde im gesamten Bundesgebiet ein.

Der Referent Heiko Miller untersetzte seinen Vortrag mit umfangreichen Bildmaterial. In einer lockeren und anschaulichen Art bekamen wir einen Überblick über Probleme und Lösungen, die in Schachtförderanlagen entstehen können.

Mettenschicht 2022

Pünktlich um 18.00 Uhr waren ca. 30 Gäste und Vereinsmitglieder auf dem Vorplatz des ehemaligen Besucherbergwerks „Lange Wand“ zu Ilfeld erschienen. Nach den einleitenden Worten unseres Vereinsvorsitzenden Detlef Katzmann, wurde die 24. Mettenschicht eröffnet.

Peter Pohl zelebrierte auf seiner Trompete unser Bergmannslied, um es mit allen erschienenen Gästen zu singen.

Durch das Mundloch 1 war der Zugang zum Bergwerk, nach nunmehr 2 Jahren endlich wieder freigegeben. Das erschienene Bergvolk begab sich in den Festsaal.

An festlich dekorierten Tischen und Bänken ließen sich die Bergleute nieder und legten ihre mitgebrachten Tscherper-Utensilien ab.

Unter dem Polygonausbau hatten sich mittlerer Weile die 8 Ilfelder Bergmusikanten niedergelassen, um die Gäste mit Melodien und Märschen zu erfreuen.

Nach dem Gedenken, der in diesem Jahr verstorbenen Bergkammeraden, erfolgte nochmals der gemeinsame Gesang des „Steigerliedes“.

Die Begrüßung der Gäste erfolgte durch den amtierenden Obersteiger Klepsch. Nach seinem Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres, wurde das Essen unter Beachtung der „Bergtrankordnung“ freigegeben.

Die anwesenden Gäste und Kameraden hatten während der Mahlzeit Gelegenheit, sich über Erlebtes und Interessantes untereinander auszutauschen.

Für Vergehen gegen die „Trankordnung“ waren nun die Schichtsteiger Wenzel und Eisfeld genötigt, bei Verstößen die Bußgeldbeträge gemäß Mettenschichtverordnung einzusammeln.

Nach einigen Wortmeldungen wurde auch der Wunsch geäußert, künftig bei der Festansprache mehr Aufmerksamkeit den Problemen des Bergbaus und seiner gegenwärtigen Schwierigkeiten zu widmen.

Alle Beteiligten der 24. Mettenschicht brachten einhellig zum Ausdruck, dass auch weiterhin die Gemeinsamkeit der „Berggrabebrüderschaft“ zu erhalten und zu fördern. Die durch Corona bedingte lange Zwangspause von über 2 Jahren sollte dabei kein Hindernis darstellen.

Froh gestimmt, getragen von Gemeinsamkeit, endete die Mettenschicht zu später Stunde.

Barbarafeier in Bleicherode

Der Nordhäuser Bergmannsverein folgte der Einladung der NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft und der DEUSA International zur traditionellen Barbarafeier in die „Alte Kaue“ in Bleicherode. Nach zwei Jahren Coronapause, sahen wir uns endlich alle in entspannter Atmosphäre wieder.

Das waren vor allem die Belegschaften beider Firmen (NDHE + DEUSA International), geladene Gäste sowie die Mitglieder der Bergmannsvereine von Bleicherode und Nordhausen.

Als wir in Bleicherode ankamen, begrüßten uns schon von weitem die lodernden Fackeln entlang des Eingangs der Alten Kaue; ebenso die festliche Beleuchtung der Fördermaschinengebäude und der Fördergerüste im Hintergrund.

In der Kaue begrüßte Dr. Peter Davids von der DEUSA International alle geladenen Gäste und Mitarbeiter. Wir wurden an den festlich dekorierten Tischen mit vielfältigen Getränken bewirtet.

Begleitet vom Bleicheröder Bergmanns-Blasorchester wurde die Feierlichkeit mit dem gemeinsamen Gesang des „Steiger-Liedes“ eröffnet.

Mit einem gemeinsamen Schnaps eröffnete Rainer Aderhold das festliche Büfett, das wie immer keine Wünsche offen ließ.

Bei zünftigen Klängen und Einmarsch der Fahnengruppen wurde die Arschlederverleihung eingeleitet. Dr. Peter Pfeifer führte souverän durch diese Prozedur und Michael Pfeiffer war diesmal der Auserwählte.

Danach begann der „Schichtwechsel“ und es formierten sich die Anwesenden zu einer Umzugsschlange beim Gesang des Bergmannsliedes, der „Alten Germanen“ und der „Amanda“.

Gegen 23.30 gingen alle bei guter Stimmung hinaus zum Platz, wo der „Bergmännische Zapfenstreich“ und ein wunderbares Feuerwerk die Menschen begeisterte.

Leider war die Feier 0.15 Uhr zu ende war das Fest beendet und wir begaben uns zum Bus, der uns dann nach Hause brachte.

11.11.2022 Jahreshauptversammlung

Wieder ist ein ereignisreiches Jahr um und die Jahreshauptversammlung stand an.

Deshalb fand am Freitag, dem 11.November 2022 um 18.00 Uhr in der „Friedenseiche“ in 99734 Nordhausen, Hauptstraße 76, die Jahreshauptversammlung des Nordhäuser Bergmannsvereins „Sankt Barbara“ e.V. statt. Alle Mitglieder waren herzlich eingeladen.

58 Bergkameradinnen und Bergkameraden fanden sich daraufhin in der „Friedenseiche“ in Salza ein und alle freuten sich auf das Wiedersehen in geselliger Runde. Ein Verzehrbon in Höhe von 15 € machte die Auswahl aus der großen Speisekarte einfacher.

Nach der Begrüßung und Eröffnung durch den Vorsitzenden Kam. Detlef Katzmann wurde das Steigerlied gesungen und der Vorschlag und die Abstimmung zur Versammlungsleitung bekannt gegeben.

Nach der Essenspause, erfolgte im Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden die Einschätzung der Vereinsarbeit im laufenden Jahr. Das Jahresarbeitsprogramm für 2023 wurde vorgestellt.

Werner Eisfeld stellte dann den Finanzbericht vor und Ingrid Müller den Revisionsbericht.

Bei der regen Diskussion im Anschluss ging es sowohl um die Höhe des Mitgliedsbeitrages als auch um die zeitlichen Einzahlungsmodalitäten.

Nach der Entlastung des alten Vorstandes und der Beschlussfassung sorgte das Schlusswort des Vorsitzenden für das Ende der Veranstaltung.

Im November 2023 sieht man sich bei dieser Veranstaltung wieder.

08.10 Besuch der Harzwasserwerke

Schon lange war es geplant und mehrmals verschoben worden: Die Besichtigung der Harzwasserwerke Clausthal-Zellerfeld und das Oberharzer Wasserregal.

Aber nun hatten sich 33 Mitglieder für diesen Tag angemeldet. Aufgrund noch krankheitsbedingter Ausfälle wurden es nur 26, die am 8. Oktober in den Bus Richtung Oberharz einstiegen und sie sollten es nicht bereuen.

Der Tag begann gegen 8 Uhr mit Nebel, Nieselregen und 7 Grad, aber es sollte später besser werden.

Als wir gegen 10 Uhr auf dem Gelände des Kaiser-Wilhelm-Schachtes in Clausthal ankamen, erwartete uns schon Bergführer Jochen Niebaum, der in Vertretung von Jürgen Ahlig die Führung übernahm.

Im dort eingerichteten Museum erklärte er anschaulich die Zusammenhänge der Bergwerke, Kehr- und Kunsträder, Bergbauteiche und den Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft, die allesamt 2010 zum „Kulturdenkmal Oberharzer Wasserregal“ von der UNESCO ernannt wurden.

Anschließend ging es dann weiter mit dem Bus zum Carler Teich und zugehörigem Kunstrad. Für den Erhalt dieser historischen Anlage wird er derzeit von den Harzwasserwerken instandgesetzt. Deshalb führt er kein Wasser. Trotzdem konnte man anhand der Ausführungen von Herrn Niebaum verfolgen, was Sinn und Zweck der Instandsetzung bedeutet.

Wir gingen dann noch ein kurzes Stück durch den Wald zum Ringer Zechenhaus, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde und den Bergleuten zum Versammeln und Beten vor dem Einfahren in die Grube diente.

Der straffe Zeitplan sah nun die Fahrt nach Wildemann vor. Im Besucherbergwerk „19-Lachter-Stollen“ wurden wir ebenfalls erwartet und nach kurzer Einführung trauten sich 17 Bergmänner von uns in die Tiefe des Berges.

Wir wurden fachkundig und kompetent durch den ehemaligen Wasserlösungsstollen geführt, der ebenfalls heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Als wir nach knapp 1,5 Stunden durch das Mundloch wieder rauskamen, schien die Sonne!

Mittlerweile war es nach 14 Uhr und alle hatten Hunger. Der Bus brachte uns nach gut 20 Minuten zum Sperberhaier Dammhaus, einem guten Restaurant, gelegen an der belebten Harz-Hochstraße. So konnten wir dann um 14.30 Uhr unser Essen einnehmen und wurden wahrlich nicht enttäuscht.

Gegen 16.30 fuhr unser Bus Richtung Heimat, aber den gerade im Bau befindlichen 65 m hohen Harzturm wollte uns Michael, der Busfahrer, doch noch zeigen und machte einen kurzen Abstecher zum Torfhaus. Eigentlich sollte 2022 Bauende sein, aber keiner glaubt mehr daran.

Ein sehr informativer Tag ging zu Ende.

Sächsischer Bergmannstag – Montag 12.09.

Bevor wir so richtig die Heimreise antraten, fuhren wir durch die sehr sehenswerte Bergstadt Wolkenstein in Richtung einer Schnitzerei/Kunstgewerbegeschäft mit Verkaufsraum.

Dort konnte man sich gar nicht satt sehen, vor lauter tollen Schwibbögen, Nussknackern, Engeln, Pyramiden und vielen anderen Gegenständen. Wer Lust und Geld hatte, wurde dort fündig und froh.

Wir fuhren anschließend noch zum Schloss Augustusburg, unweit von Chemnitz gelegen. Dieses Renaissance-Schloss, das der sächsische Kurfürst August 1568 bis 1572 errichten ließ, beherbergt heute eines der bedeutendsten und umfangreichsten Zweiradsammlungen Europas, ebenso ein Schlossmuseum, das die Renaissance Zeit auf wunderbare Weise illustriert.

Nach einem kurzen Mittagessen in der Schlossgaststätte fuhren wir frohen Mutes in die Heimat zurück.

Wir werden immer an diese tolle Reise zurückdenken

Sächsischer Bergmannstag – Sonntag 11.09.

Dieser Tag sollte der Höhepunkt der Reise werden. Fast 2000 Berg- und Hüttenleute aus dem In- und Ausland treffen sich zur traditionellen Bergparade.

In bergmännischer Festkleidung ging es knapp 4 km durch den Ort Olbernhau, der auf eine 450jährige Tradition zurückblicken kann. Am Stellplatz Saigerhütte ging es pünktlich 13.30 Uhr los und endete auf dem Gessingplatz ca. 2 Stunden später.

Dort präsentierten sich die Berg- und Hüttenvereine und deren Kapellen zu einem Aufmarsch, wobei die Musiker einen besonderen Block bildeten und die Vereine in U-Form den Saum bildeten.

Aller fünf Jahre zieht dieses Großereignis, das wie kaum ein anderes die traditionsreiche Bergbau – und Hüttenhistorie des Erzgebirges wiederspiegelt, Bergbaufreunde und Besucher aus ganz Sachsen und weit darüber hinaus in seinen Bann.

Auf ein nächstes Wiedersehen im Jahr 2027 in Marienberg!

Glück Auf!V