Sächsischer Bergmannstag – Samstag 10.09.

Wir machten einen Ausflug zum großen Dörnthaler Teich, der aber gerade nicht mit Wasser gefüllt war, weil Bauarbeiten am Damm ausgeführt werden. Dieser gehört neben 11 weiteren Teichen und 70 km Kunstgräben und Röschen zum Bestandteil des Welterbes.

Nur gut einen Kilometer weiter erwartete uns dann eine Führung in der ältesten, noch produzierenden Dörnthaler Ölmühle Deutschlands. Seit 1650 wird hier Öl hergestellt, heute vor allem Lein,-Kokos,-Kümmel, -und Hanföl.

Nach der Verkostung konnte man den Mühlenladen besuchen und was kaufen, und wem es zu schwer wurde, der bestellt dann über das Internet.

In der benachbarten Braun-Mühle aßen wir dann köstlich zu Mittag. Der Tag war aber noch nicht zu Ende. Bei herrlichstem Wetter fuhren wir zur Wehrkirche nach Dörnthal.

Der Wanderführer zeigte uns die älteste Kirche im mittleren Erzgebirge. Anschließend ging es durch die malerische Gebirgslandschaft zurück zum Hotel, wo man sich beim 3 Gänge-Menü (Knoblauchcremesuppe, Schweinemedaillons/Wildschweinbraten, Panna Cotta mit Erdbeeren) sättigte.

Abends ab 21 Uhr erwartete uns dann noch der Große Bergmännische Zapfenstreich auf dem Gessingplatz in Olbernhau, der mit einem fulminanten Feuerwerk endete.

Auch der Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer, ließ sich das nicht nehmen und übernahm traditionsgemäß auch die Schirmherrschaft über das Ereignis.

Sächsischer Bergmannstag – Freitag 09.09.

Nachdem wie immer guten Frühstücksbüfett fuhren wir mit dem Bus in die Welterbe Montanregion,- nach Pockau-Lengefeld in das Kalkwerk Lengefeld.

Bis 1975 wurde in 4 Kalkbrennöfen Rohkalkstein zu Branntkalk umgewandelt. Die informative Führung führte uns sogar bis zur Bruchsohle des alten Kalkwerkes. Dieses Technische Denkmal ist ein Museum der besonderen Art, in dem nicht nur die komplexe Anlage der Technik der alten Bindemittelindustrie dargestellt ist, sondern auch die Flora, Fauna und Geologie.

Zum Mittagessen fuhren wir dann nach Pobershau in das Traditionslokal Huthaus zum Molchner Stolln. Dort aßen wir sehr gut das Nationalgericht des Erzgebirges, nämlich Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen.

Anschließend lud uns der Bergführer in eines der ältesten und schönsten Besucherbergwerke im Erzgebirge ein, in den Molchner Stolln. Dort wurde über Jahrhunderte Silber, Zinn, Kupfer, Eisen und später auch Arsen abgebaut.

Nach den sehr guten Untertageimpressionen ging es über Olbernhau zurück zum Hotel.

Sächsischer Bergmannstag – Donnerstag 08.09

Im ehrenden Angedenken der Bergbautradition beschloss der Sächsische Landesverband anlässlich des 6. Sächsischen Berg,- Hütten -und Knappentages eine Bergparade in der Bergstadt Olbernhau durchzuführen.

Auch wir als Nordhäuser Bergmannsverein „Sankt Barbara“ e.V. begaben uns am Donnerstag, den 8.9.2022 mit dem Brauer-Bus auf die Reise ins Erzgebirge.

Unser erster Stopp erfolgte in der Bergstadt Freiberg. Dort waren im Ratskeller für uns Plätze reserviert und wir aßen gut zu Mittag.

Anschließend hatten wir freie Zeit zur Verfügung und die meisten Mitglieder nutzten sie, um die Mineralienausstellung terra mineralia der TU Bergakademie Freiberg im Ambiente von Schloß Freudenstein zu besuchen und wir wurden wahrlich nicht enttäuscht: diese Mineralienausstellung mit 3500 Mineralen, Edelsteinen und Meteoriten aus allen Kontinenten ist eine der größten, schönsten und faszinierendsten Ausstellungen weltweit.

Anschließend erreichten wir gegen 17.30 Uhr das Hotel Heinzebank und das Personal erwartete uns bereits mit einem kühlen Bier zur Erfrischung und einem sehr guten Abendessen.

Sommerfest 2022

Fast auf den Tag genau nach 3 Jahren freuten wir uns alle, mal wieder zu einem Sommerfest einladen zu dürfen. Diesmal ging es in den Oberharz, genauer gesagt nach Hahnenklee und zum Okerstausee.

34 Bergkameradinnen und Bergkameraden kamen der Einladung nach und wir fuhren mit einem KEITEL-Bus im Auftrag von Fa. Brauer, Richtung Harz. Die Klimaanlage im Bus konnte diesmal ausbleiben, denn nach Monaten mit Hitze und Dürre war dieser Tag von Kühle, Nebel und nur 14 Grad bestimmt. Aber geregnet hat es nicht, deshalb ist der Tag auch nicht „ins Wasser gefallen“ und wir ließen es uns auch nicht vermiesen.

Wegen einer Umleitung im Raum Clausthal-Zellerfeld musste der Fahrer über Altenau fahren und wir kamen so gegen 11.30 Uhr am Hotel „Hahnenkleer Hof“ in Hahnenklee an.

Um 12 Uhr nahmen wir an den gedeckten Tischen Platz und jeder bekam sein Essen, das er vorbestellt hatte. Von Suppen über ein vegetarisches Gericht, Schnitzel bis zur Forelle war für jeden Geschmack gesorgt.

Um 14.30 Uhr ging es dann wieder weiter mit dem Bus zum Okerstausee. Eine Schiffsfahrt mit Kaffeetrinken war angesagt. Alle nahmen im Unterdeck Platz, denn oben war es zu frisch zum Sitzen.

Der Kapitän erläuterte, wie hoch eigentlich in normalen Zeiten das Wasser steht. Viele andere Seen und Flüsse mußten schon die Schifffahrt einstellen, aber noch war es im Okerstausee möglich, aber auch nicht ganz die Route wie in normalen Zeiten. Überdies hinaus informierte er die Gäste auch noch über den Stausee, Staudamm und vieles andere mehr.

Nach anderthalbstündiger Rundfahrt kehrten wir zur Anlegestelle zurück und stiegen in den Bus. Es ging über den Ort Oker, Bad Harzburg, Torfhaus in Richtung Heimat. Herr Keitel zeigte uns noch einige Besonderheiten der Gegend und pünktlich 18 Uhr waren wir wieder in Nordhausen

Ein lang ersehntes Sommerfest neigte sich dem Ende.

Berufsbeginn

Berufsbeginn auf dem Besucherbergwerk „ Lange Wand“ in Ilfeld.

Dem Wunsch der Berufsschule Sondershausen entsprechend, trafen sich am 17.7.2022 dreizehn männliche und ein weiblicher Azubi der Fachrichtung Bergbautechnologie, zu einer Befahrung des historischen Kupferschieferbergwerkes „ Lange Wand“ in Ilfeld.

Unter der Leitung ihres Berufschullehrers begaben sie sich nach dem Einkleiden in die Obhut der Bergwerksführer Armin Kunze und Andreas Schubert. Nach einem Gemeinschaftsfoto vor dem Mundloch gingen die künftigen Knappen durch den Zugangsstollen in den „Festsaal“ der Grube.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die Besonderheiten der Kupferschieferlagerstätte befuhren die Besucher in zwei Gruppen die historischen Grubenbaue des ehemaligen Bergwerks.

Dabei wurden Ihnen die extrem beengten Arbeitsverhältnisse bei der Gewinnung von Erz und Gestein erläutert.

Bei der Einführung waren auch zwei ehemalige Bergleute in der Uniform des Nordhäuser Bergmannsvereins „Sankt Barbara“ e.V. zugegen.

Von Ihnen wurde über die bergmännische Entwicklung vom Lehrbeginn, Studium, Schachtabteufen, Felshohlraumbau und Abbruchsprengen zum Berufsende im Schachtbau Nordhausen berichtet.

Bad Frankenhausen

Ein Besuch in Bad Frankenhausen -„Gemeinsamkeit schafft Freude!“

Nach diesem Motto hatten sich 30 Vereinsmitglieder am 23.April 2022 entschlossen, die Stadt Bad Frankenhausen zu besuchen.

Vor Beginn der Fahrt hatte Christian Zaspel, anlässlich seines 85-Geburtstages, zu einem kleinen Umtrunk auf einem Parkplatz am Ortsende von Bielen eingeladen.

Der Busfahrer der Firma-BRAUER geleitete uns sicher über die Serpentinen des Kyffhäuser-Gebirges zur Salzsieder-Stadt Bad Frankenhausen. Neben den Gasthaus „Alte Hämmelei“ fand unser Fahrer einen geeigneten Parkplatz.

Beeindruckt von den vielen Altbauten erkannte man am Horizont bergseitig die Oberkirche mit ihrem extrem schiefen Turm. Bei der Besichtigung der Ruine des Kirchenschiffs der Oberkirche erfuhren wir Einzelheiten über die geologischen Ursachen der Turmneigung und die Maßnahme zur Erhaltung des historischen Bauwerkes.

Durch die Auslaugung von Salz und Gips kommt es im Untergrund zu Senkungen und Einsturz unterirdischer Hohlräume und dadurch zur langsamen Schiefstellung der Kirche.

Der Weg führte uns weiter zum Quellgrund. Dort bekamen wir im Siedehaus Einblick in eine wichtige Erwerbsquelle des Ortes: das“ Salzsieden“. Beeindruckend auch von dort der Blick bergauf zur Feste Hausmannsturm.

Im Gasthaus Alte Hämmelei hatte Bergkammerrad Wilfried Wenzel unser gemeinsames Mittagsmahl vorbestellt. Die Kellnerinnen und der Koch gaben ihr Bestes, um alle unsere Wünsche zu erfüllen.

Über die Panorama-Straße erreichten wir in die oberen Regionen der Stadt, dem Gelände, auf dem im Mittelalter die letzte Schlacht des Bauernkrieges stattfand. Zum Gedenken der vielen Opfer der blutigen Schlacht wurde das Panorama-Museum erbaut und der Künstler (Prof. W .Tübke) beauftragt, die inneren Wände mit einem Sinnbildgemälde auszustatten.

Alle Vereinsmitglieder hatten Gelegenheit das gewaltige Denkmals-Gemälde mit seinen vielen Einzelheiten zu betrachten. Jeder Teilnehmer der Besichtigung konnte sich mit einem Audio Guide ausstatten, um die Vielfältigkeit der Darstellungen der Ereignisse des Mittelalters um 1525 im Wandgemälde erläutert und erkennen zu können. Man war versucht, sich eine Vorstellung über die gesellschaftlichen Verhältnisse des Mittelalters, zu machen.

Nach der Rückkehr aus dem Panoramasaal konnte man in einem weiteren Ausstellungsaal schöne Darstellungen unserer Natur und Umwelt auf Gemälde der heutigen Zeit besichtigen.

Nach einer Tasse Kaffee im Museum-Kaffee wanderten wir zurück zu unserem Bus.

Es bewegte uns die Frage: “Wie kann man Blutvergießen, wie im Bauernkrieg, auch heute verhindern?“

Mit Erinnerungen an vergangene Zeiten und schönen gemeinsamen Stunden in Bad Frankenhausen erreichten wir um 17°°Uhr unsere Heimatstadt Nordhausen.

05.11. Jahreshauptversammlung

Nachdem im Jahre 2020 wegen der Corona Pandemie überhaupt keine Aktivitäten stattfanden, trauten wir uns dann am Freitag, dem 05.November 2021 um 18.00 Uhr in der „Friedenseiche“ in 99734 Nordhausen, Hauptstraße 76, die Jahreshauptversammlung mit der Neuwahl des Vorstandes durchzuführen, wobei alle Mitglieder herzlich eingeladen waren.

52 Mitglieder fanden daraufhin den Weg in die „Friedenseiche“ und alle empfanden das Wiedersehen nach langer Zeit als wohltuend.

Die Kandidaten wurden allen Mitgliedern des Nordhäuser Bergmannsvereins „Sankt Barbara“ e.V. fristgerecht mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung vom 29.09.2021 zur Kenntnis gegeben.

Da bis zum Termin 22.10.2021 bzw. am Wahlabend keine Änderungsvorschläge und Ergänzungen zu den Kandidaten beim Vorstand eingingen, wurden die vorgeschlagenen Kandidaten in folgende Funktionen gewählt:

Geschäftsführender Vorstand:

1.Vorsitzender——————-Kam. Detlef Katzmann

2.Vorsitzender——————-Kam. Thomas Klepsch

Schatzmeister——————–Kam. Werner Eisfeld

Schriftführer———————-Kam. Gerhard Schmücking

Vorstandsmitglieder ohne Geschäftsbereich:

1. Kam. Dr. Peter Pfeifer

2. Kam. Michael Seifert

3. Kam. Sven Hildebrandt

4. Kam. Dieter Kühnemund

Vorstandsmitglieder in der Funktion als Interessengruppenleiter:

1. Fahnengruppe und Vereinsausstattung— Kam. Manfred Hanka

2. Dokumentation———————————–Kam. Wolfgang Grabarse

3. Lange Wand llfeld———————-———-Kam. Dr. Dirk Vetter

4. Internetauftritt/Touristik ——————–– Kam.(in) Brigitte Hoffmann

5. Touristik————————————-—— Kam. Wilfried Wenzel

6. Öffentlichkeitsarbeit———–—–——-—–-Kam.(in) Anna Bogk

Revisionskommission:

Kam.(in) Ursula Schmücking

Kam.(in) Ingrid Müller

Weihnachtsgrüße

Wieder ist ein Jahr vorbei und ich möchte es nicht versäumen, die Gelegenheit zu nutzen, um mich bei Euch liebe Bergkameradinnen und Bergkameraden und Freunde des Nordhäuser Bergmannsvereins „Sankt Barbara“ e.V. für Eure Mitarbeit und Unterstützung bedanken.

Das Jahr 2020 war nicht nur für unsere Vereinsarbeit, sondern auch für uns alle ein schwieriges Jahr. Nun liegt alle Hoffnung auf ein besseres 2021.

Wir hoffen, dass wir in 2021 wieder unsere Vereinsarbeit hochfahren können und an alte Traditionen anschließen können.

Ich wünsche Euch und Euren Familien im Namen des Vorstandes des Nordhäuser Bergmannsvereins „Sankt Barbara“ e.V., ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr 2021.

Bleibt Gesund und ein herzliches Glückauf

.

Detlef Katzmann

1. Vorsitzender

Leopold wird gesund

Es ist selbstverständlich, dass wir Bergmänner zusammen halten. Wir haben vom Schicksal des kleinen Leopold Bergmann erfahren. Wir vom Nordhäuser Bergmannsverein „Sankt Barbara“ e.V. waren uns einig, da müssen wir helfen. Aber wie?

Mit Unterstützung der Firma Trachten Seiler aus Marienberg wurde der kleine Leopold mit einem Bergkittel ausgestattet. So stand einer Aufnahme als Ehrenbergmann in den Nordhäuser Bergmannsverein nichts entgegen.

Mit einer Spende in Höhe von 500€ möchten wir die Familie Bergmann in ihrer schwierigen Situation unterstützen.

Wir wollen dazu beitragen, dass der benötigte Geldbetrag, in Höhe von 150.000 € für die GM 1-Kinder-Therapie-Studie zusammen kommt.

Vom ganzen Herzen wünschen wir, dass die Therapie in den USA helfen wird, Leopold ein normales Leben zu ermöglichen.

Jeder kann helfen, wer individuell einen Beitrag leisten will findet die Bankdaten im Flyer.

Glückauf

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Detlef Katzmann

1.Vorsitzender

Buchvorstellung: Das Gewisse Ess-was

Übrigens, mal unter uns Bergleuten selbstkritisch betrachtet, sind wir doch ein „eigentümliches“ Völkchen. Das betrifft glücklicherweise nicht nur auf die Bergleute selbst zu, sondern auch die Bergmaschinenleute, Bergelektriker, Berggeologen, Markscheider und selbst….unsere lieben Bergfrauen bekennen sich hierzu.

Denn nicht umsonst heißt es in unserer bergmännischen Nationalhymne verbrieft und gesiegelt: „…auch die Berg-Frauen sein`s kreuzbrave Leut`“.

Diese „kuriosen Begriffe“ setzen sich sogar fort, und das führt oftmals bei Bergfremden zu einer leichten Verwirrung. Nämlich dann, wenn es um das „Fahren“ geht.

Wir Bergleute fahren einfach. Aber nicht nur wir fahren, wenn wir laufen, wir fahren, wenn wir fahren und wenn wir uns einfach nur vorwärts bewegen.

Wirklich. Ob nun mit dem Fahrrad, dem Auto, Motorrad oder Spezialgerät. Wohl gemerkt alles unter Tage. Ja, wir fahren selbst, wenn wir steigen.

Deshalb heißen die Leitern in der Grube auch Fahrten.

Bis hierhin alles klar?

Und wie sieht es bei den Bergleuten mit dem Essen aus?

Da wird es für Außenstehende „noch verrückter!“

Begründung:

Wenn wir essen, beißen wir erst einmal an. Zumindest unter Tage und vor der Schicht. Während der Schicht essen wir dann vernünftigerweise.

Um die Geschichte noch verworrener zu machen und beim Bergbau zu bleiben, liegt nebenan gleich der „Ausbiss“.

Glücklich, sogar für uns Bergleute, die diese Wortwahl tatsächlich schon gesehen haben- in freier Natur.

(Erläuterung für Unkundige: Dort tritt eine Lagerstätte aus der Erdoberfläche)

Und von wem und worüber handelt unser neues Buch

„Das gewisse Ess-was?“

Erst einmal haben wir einen bergmännischen Untertitel dafür gefunden:

„Mit Messer und Gabel,Schlägel und Eisen… daheim schmeckt es doch am besten!“

Um es gleich vorweg zu sagen, es handelt sich hierbei nicht um ein Kochbuch. Nur wenige der interessanten, teils erfolgreichen und erbaulichen Geschichten beinhalten tatsächlich Rezepte.

So zum Beispiel über den berühmten „PLOV“ oder „Die Kümmelsuppe meiner Großmutter Klara“. Nein, es handelt vor allem davon, was der Bergmann, die Berggewerke und auch sogar diesmal erstmalig Bergfrauen auf der Welt mit dem Essen erlebt haben.

Das Leben über und unter Tage im Zusammenhang mit dem Essen ist doch so interessant, dass ich mir für diese Fälle nationale und internationale Hilfe geholt habe. Um ehrlich zu sein, es geradezu musste.

Deshalb habe ich (Reiner Seidel) in die „Küche des fröhlichen Essens“ die gestandene Bergfrau Anna Bogk aus Nordhausen aufgenommen. Sie weiß vor allen Dingen Interessantes bis nach Kasachstan, nicht nur geschäftlich, sondern tatsächlich in unseren Ess-Geschichten darzulegen.

Neben ihr und das freut mich besonders, wenn auch auf etwas kuriose Weise kennengelernt, hat die gerade erst 20 Jahre alt gewordene Lydia Kolgina, den Weg zu uns gefunden hat. Sie bringt mit ihrer ersten Veröffentlichung zu Zucker haftem über das Essen in Russland zum Ausdruck; fast geschrieben im Stil eines Kurzkrimis. Ihre einfühlsamen Gedichte handeln zwar nicht alle vom Essen, aber die über unser Land überzeugen mich total.

Weiterhin beim Essen kam ich an ganz einfach an Silke Adam nicht vorbei. Ein Leben lang bei Schachtbau arbeitend, stellte sie einmalig Erlebnisse aus ihrer Arbeitswelt und sogar aus ihrem privaten Leben über das Essen zur Verfügung gestellt.

Aus den Werksküchen der Kaliindustrie werden ebenfalls Gerichte serviert. Am spannendsten wohl und auch kurios: die Nachtschichtversorgung um Mitternacht in 600 m Tiefe direkt vor Ort mit warmen Essen von über Tage.

Der Mit-Autor Reinhard Bornemann passt einfach zu uns. Er hat sich schon in seiner Jugend sehr clever angestellt und einen „vernünftigen“ Beruf erlernt. Noch dazu bei Schachtbau, nämlich Elektriker.

Nun wissen wir, diese Spezies, ist speziell auf den Baustellen zu allem zu gebrauchen, teilweise sogar zu missbrauchen. Und was da alles herausgekommen ist!

Allein das hat mir wieder einmal Freude bereitet und das hoffe ich auch beim „Genießen“ unseres Buches „Das gewisse- ESS- was“, übrigens zu beziehen bei Frau Anna Bogk, Nordhausen, Bäckerstraße 6,

Telefon 0151 – 17 11 04 41 alternativ 03631-632 200)

E-Mail: anna.bogk@schachtbau.de

Glückauf!

Reiner Seidel (Text in gekürzter Form)